M-IDentity: USB-Stick der Migros-Bank auf RedHat 5.x und Fedora

Update 1. Februar 2012: Endlich funktioniert der Stick unter Linux (Fedora 16) richtig. Nun braucht der Stick nicht mehr manuell montiert ("gemountet") zu werden. Er meldet sich korrekt am System an und es wird sogar ein Icon in der Device-Liste angezeigt. Das Update wird (auch unter Linux) automatisch gemacht, nachdem man den Stick wie unten beschrieben, manuell ins System eingebunden hat.

Update: Unter Fedora 16 läuft der Stick ohne Probleme mit den hier erwähnten udev-rules. Die Angaben für Fedora 14 können übernommen werden.

Fedora 15: keine Angaben.

2010-10-10 Update: Der Stick kann wieder verwendet werden. Doch ist ein manuelles Mounten nötig. Angenommen, es existiert bereits in CD-Laufwerk mit dem Devicenamen sr0. Dann wäre der Stick bspw. auf /dev/sr1 ansprechbar. Genaueres teilt einem /var/log/messages mit: tail -f /var/log/messages

mkdir /mnt/mid
mount -t iso9660 /dev/sr1 /mnt/mid 

2010-09-20 Update: Nach einem automatischen Update des Sticks ist ein Betrieb unter CentOS/RedHat sowie Fedora 13 und 12 nicht mehr möglich. Eine Anfrage bei der Migros-Bank ist noch hängig.

Kein offizieller Support für Fedora und Redhat (Centos)

M-IDentity läuft, nach einem Update des Sticks, ohne Probleme auf Fedora 15, 14, 13, 12 und RedHat 5.x (CentOS).

Die Migrosbank, resp. diejenigen Stellen der Migrosbank, die den Support für das Internetbanking liefern sollten, tun sich, freundlich ausgedrückt, nicht gerade mit grosser Hilfsbereitschaft hervor, wenn es um das Inbetriebnehmen ihrer M-IDentity Sticks unter Linux geht. Die lapidare und wenig kundenfreundliche Antwort lautet "Wir unterstützen nur das, was auf unserer Homepage steht". Weiter wird einem mitgeteilt: "Auf Fedora läuft der USB-Stick M-IDentity nicht". Das Gegenteil ist der Fall, siehe Bild links.

Kaum Informationen seitens der Migros-Bank

Auf der Seite faq M-IDentity stehen immer noch fast die selben veralteten Informationen von 2008 (siehe unten). Neu wird nicht mehr unter verschiedenen Distributionen unterschieden und es wird auch nicht mehr jedes USB-Device auf world write gesetzt, sondern nur noch für die M-Identity-Sticks.

1. Schritt: Update auf die neueste Version

Wenn das Update unter Linux nicht funktioniert, bleibt nur der Weg über ein Windows-System. Als die Sticks herauskamen, hatte das Update unter Linux nicht funktioniert. Das scheint in der Zwischenzeit behoben worden zu sein (Stand Jan. 2012).

2. Schritt: Fedora 13, 14, 16: Neueintragung oder Änderungen einer Regel des Device Managers "udev"

Editieren von /etc/udev/rules.d/85-pcscd_ccid.rules als user root, unter gnome bspw. mit gedit.
Es muss der Eintrag , RUN+="/usr/sbin/Kobil_mIDentity_switch" entfernt werden und die Zugriffsechte auf MODE="0664" gesetzt werden. Benützt kann der Stick damit nur von Usern, die Mitglied der Gruppe "users" sind. (Gegebenenfalls die gewünschten User der Gruppe zufügen). 

ALT (Fedora 13)
# Kobil mIDentity
SUBSYSTEMS=="usb", ATTRS{idVendor}=="0d46", ATTRS{idProduct}=="4081", RUN+="/usr/sbin/Kobil_mIDentity_switch"
ALT (RedHat/CentOS 5.5)
BUS=="usb", SYSFS{idVendor}=="0d46", SYSFS{idProduct}=="4081", RUN+="/usr/sbin/Kobil_mIDentity_switch"
NEU (Fedora 13/14/16) 
# Kobil mIDentity
SUBSYSTEMS=="usb", ATTRS{idVendor}=="0d46", ATTRS{idProduct}=="4081", MODE="0664", GROUP="users"
NEU (RedHat/CentOS 5.x)
# Kobil mIDentity
BUS=="usb", SYSFS{idVendor}=="0d46", SYSFS{idProduct}=="4081", MODE="0664", GROUP="users"

Alternativ ginge es auch mit folgendem Eintrag, jedoch hätte alles vollen Schreibzugriff für alles (world) auf den Stick (aber nur auf diesen).

# Kobil mIDentity
SUBSYSTEMS=="usb", ATTRS{idVendor}=="0d46", ATTRS{idProduct}=="4081", MODE="0666"

Die (alte) faq M-IDentity der Migros-Homepage (Stand 01. Juli 2010).

Was kann ich machen, wenn ich unter Linux die Mitteilung erhalte, dass der Zugriff auf M-IDentity nicht möglich ist?

Damit M-IDentity unter Linux mit eingeschränkten Benutzerrechten betrieben werden kann, ist es erforderlich, die Zugriffsrechte für USB Geräte einmalig zu konfigurieren. Zur Konfiguration dieser Einstellungen benötigen Sie Administrationsrechte. Der nachfolgende Eingriff muss einmal vorgenommen werden und ab dann können auch Benutzer ohne Administrationsrechte M-IDentity benutzen.

Je nach dem welches Linux – Betriebssystem Sie verwenden, kommen verschiedene Konfigurationsdateien in Frage, welche bearbeitet werden müssen. Öffnen Sie die entsprechende Datei mit einem Editor und suchen Sie den Abschnitt, welcher zur Einstellung der Zugriffsrechte für USB Geräte dient. Dort müssen die Rechte dann so gesetzt werden, dass auch normale Benutzer schreibenden Zugriff auf USB Geräte erhalten.

Die nachfolgende Liste zeigt, wo die zu bearbeitende Datei unter den jeweiligen Distributionen zu finden ist und wie diese angepasst werden muss:

SUSE Linux ab Version 10.1
Pfad: "/etc/udev/rules.d"
Datei: 50-udev-default.rules
Zeile: SUBSYSTEM==“usb“, <…> MODE=“0664“ ändern in:
SUBSYSTEM==“usb“, <…> MODE=“0666“

SUSE Linux Version 11.1
Pfad: "/etc/udev/rules.d"
Datei: 55-libsane.rules
Einfügen:
# KOBIL mIDentity
ATTR{idVendor}=="0d46",ATTR{idProduct}=="4081", MODE="0666",GROUP="users",ENV{libsane_matched}="yes"

Ubuntu Linux Version 7.04 + 7.10
Pfad: "/etc/udev/rules.d"
Datei: 40-permissions.rules
Zeile: SUBSYSTEM==“usb_device“, <…> MODE=“0664“ ändern in:
SUBSYSTEM==“usb_device“, <…> MODE=“0666“

Ubuntu Linux ab Version 8.04
Pfad: "/etc/udev/rules.d"
Datei: 40-basic-permissions.rules
Zeile: SUBSYSTEM==“usb“, <…> MODE=“0664“ ändern in:
SUBSYSTEM==“usb“, <…> MODE=“0666“

Ubuntu Linux ab Version 9.04
Pfad: "/lib/udev/rules.d"
Datei: 50-udev-default.rules
Zeile: SUBSYSTEM==“usb“, <…> MODE=“0664“ ändern in:
SUBSYSTEM==“usb“, <…> MODE=“0666“